© Lebenshilfe/David Maurer

Führungskräfte diskutierten über die „Zukunft der Arbeit“

Führungskräftetreffen Arbeitsleben am 13./14.06.2017 in Würzburg

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Wie wirkt sich das Bundes-Teilhabe-Gesetz auf die Werkstätten aus?
Wie müssen sich Werkstätten verändern?
Und was kann man gegen Gewalt in Einrichtungen tun?

Zum 15. Führungskräftetreffen „Arbeitsleben“ kamen rund 170 Lebenshilfe-Vertreter und andere Interessierte in Würzburg zusammen. Hoch oben, auf der Festung Marienberg, diskutierten Werkstattleitungen, Geschäftsführer und weitere Fachleute die gesetzlichen Änderungen durch das Bundesteilhabegesetz (BTHG) und die strategische Ausrichtung ihrer Angebote. Ein zusätzlicher Schwerpunkt widmete sich der Gewaltprävention.

Marc Nellen, Leiter der Projektgruppe Bundesteilhabegesetz im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, gab einen umfassenden Überblick zu rechtlichen Neuerungen durch das BTHG. Nach Nellen sind herkömmliche Werkstätten nicht für alle Menschen mit Behinderung der geeignete Ort. Andere Anbieter sollen hier mehr Wahlmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung eröffnen, gleichzeitig aber auch für mehr Wettbewerb unter den Werkstätten sorgen, so Nellen.

Was bedeuten diese Entwicklungen für die Werkstätten? Wie müssen sich diese aufstellen, um zukunftsfähig zu sein? Wie lässt sich Inklusion im Bereich Arbeit umsetzen? Welche Chancen bieten die alternativen Anbieter für Lebenshilfen? Und wie ist die berufliche Bildung auszugestalten?
Drei Panels luden dazu ein, sich intensiv mit diesen und anderen Fragen zu befassen und sich kollegial zu beraten.

Im Panel „Zukunft der Werkstatt“ standen notwendige konzeptionelle Weiterentwicklungen von Werkstätten im Fokus. Strategien einer Öffnung für weitere Personenkreise, die Schaffung von inklusiven Arbeitsplätzen, aber auch die Mitnahme des Personals bei Veränderungen waren dabei wichtige Themen.

Im Panel „Andere Anbieter“ wurde diskutiert, wer sich künftig in diesem Feld positionieren wird. Die Lebenshilfe Aachen sowie Vertreter der Zuverdienstprojekte stellten dazu ihre Überlegungen vor. Klar ist, auch Lebenshilfen können ihr Angebotsspektrum durch dieses neue Instrument erweitern.
Schließlich ging es im Panel „Berufliche Bildung“ um die zukünftige Ausgestaltung der beruflichen Bildung in Werkstätten. Es zeigte sich, dass insbesondere die harmonisierten Bildungsrahmenpläne eine gute Anschlussfähigkeit an das deutsche Berufsbildungssystem bieten.

1. Allgemeiner Teil


Begrüßung
Monika Haslberger – Mitglied im Vorstand der Bundesvereinigung Lebenshilfe e. V.
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Allgemeiner Überblick und Umsetzungsfragen zum Bundesteilhabegesetz
Marc Nellen – Leiter der Projektgruppe Bundesteilhabegesetz im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
zum Download

Neue Leistungen und weitere Änderungen bei der Teilhabe am Arbeitsleben
Norbert Schumacher – Referent für Sozialrecht der Bundesvereinigung Lebenshilfe e. V.
Vortrag - zum Download
Präsentation - zum Download


Panel


Zukunft der Werkstatt
Diskussionsergebnisse - zum Download
Vortrag Hartmut Baar - zum Download
Vortrag Werner Ludwigs-Dalkner - zum Download

Andere Anbieter
Diskussionsergebnisse - zum Download
Vortrag Christian Gredig - zum Download
Vortrag Michael Scheer - zum Download

Berufliche Bildung
Diskussionsergebnisse - zum Download
Vortrag Kirsten Vollmer - zum Download
Vortrag Gabriele Heyder - zum Download
Vortrag Sabine Weigert/Eveelyn Reffler - zum Download


2. Allgemeiner Teil


Gewaltprävention im Fokus
Professor Dr. Theo Klauß – Mitglied im Vorstand der Bundesvereinigung Lebenshilfe e. V.
Präsentation - zum Download
Vortrag - zum Download

Kompendium Gewaltprävention - zum Download

Die Zukunft der Arbeit
Über den nachstehenden Link gelangen Sie zur Präsentation von Klaus Burmeister – Autor und Foresight-Experte, Geschäftsführer foresightlab.
In seiner Präsentation stellt Herr Burmeister die kommenden Herausforderungen dar – verbunden mit einem Aufruf, sich aktiv in die Innovationsprojekten zu „Industrie 4.0", Robotik und KI einmischen und diese weiterdenken. Seine Voraussage ist, dass die Arbeitsgesellschaft langfrisitig neu erfunden werden muss und das darin grosse Chancen für eine integrative Tätigeitsgesellschaft liegen.
Der Veranstalter und auch Herr Burmeister bedauern sehr, dass der Vortrag im Rahmen des Führungskräftetreffens nicht zustande gekommen ist und bitten die Teilnahmenden um Entschuldigung.
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Bericht zum 15. Führungskräftetreffen in der Lebenshilfe-Zeitung Ausgabe 2/2017
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