© Lebenshilfe/David Maurer
Fachtagung

1. Führungskräftetreffen Wohnen. "Das Bundesteilhabegesetz und seine Auswirkungen auf den Wohnbereich".

Die Veranstaltung ist leider ausgebucht! 

Das Bundesteilhabegesetz ist da. Es ist angetreten, die Leistungen für Menschen mit Behinderung personzentriert weiterzuentwickeln und ihr Wunsch- und Wahlrecht zu stärken. Nicht in allen Punkten sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen ideal. Dennoch sieht die Bundesvereinigung Lebenshilfe e. V. in der Umsetzung eine große Aufgabe und Chance. Gerade Dienste und Einrichtungen im Wohnbereich stehen vor einer Vielzahl schwieriger Umsetzungsfragen, die bis zum 1. Januar 2020 beantwortet sein müssen.

Konkretes Ziel der Fachtagung ist der Austausch und die gemeinsame Bearbeitung der im Wohnbereich drängenden Fragestellungen.

  • Welche vertragsrechtlichen Änderungen sind aus Sicht der Leistungserbringer im Wohnbereich relevant?
  • Welche Aspekte sind an der Schnittstelle zur Pflege zu beachten?
  • Wie kann die Trennung der Fachleistung von den existenzsichernden Leistungen gelingen?
  • Wie müssen künftige Konzepte/Angebote/Leistungsbeschreibungen im Bereich Wohnen aussehen?
  • Wie kommt man vom Bedarf zum Angebot?
  • Was sind die Vor- und Nachteile von Fachleistungsstunden und Pauschalen?
  • Wie können Veränderungsprozesse in Diensten und Einrichtung gelingen
  • Was ist wichtig bei der Kommunikation mit den Menschen mit Behinderung, den Angehörigen, den Mitarbeitenden?

Für wen: Diese Tagung richtet sich an Führungskräfte aus Diensten und Einrichtungen im Arbeitsfeld „Wohnen“. Sie soll ein Forum bieten, um sich über sämtliche Problemlagen und Herausforderungen auszutauschen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Bei der Planung und Durchführung wird berücksichtigt, dass die Rahmenbedingungen in den einzelnen Bundesländern höchst unterschiedlich sind.

Tagungsprogramm

1. Veranstaltungstag

12.30 Uhr: Ankommen, Imbiss (Fingerfood) 

13.30: Uhr Begrüßung und Vorstellung der relevanten Regelungen des Bundesteilhabegesetzes für das Wohnen von Menschen mit geistiger Behinderung
Dr. Peter Masuch, Vorstandsmitglied, Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.

14.00 Uhr: Überblick zum Umsetzungsstand des Bundesteilhabegesetzes in den Ländern und auf Bundesebene
Antje Welke, Justiziarin, Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.

14.30 Uhr: Personenzentrierte Leistungserbringung. Wie ist die Haltung der Lebenshilfe?
Jenny Axmann, Referentin für Sozialrecht, Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.

15.00 Uhr: Kaffeepause

15.30 Uhr: Parallele Foren – Phase I: "BTHG – wie geht das?"

  1. Personzentrierte Leistungserbringung
    Wie müssen künftige Konzepte, Angebote und Leistungsbeschreibungen im Bereich Wohnen aussehen?
    Wie kann die Kalkulation umgestellt werden?
    Input: Ingo Pezina, Geschäftsführer des Lebenshilfe Landesverbandes Baden-Württemberg

  2. Antrag – Gesamtplan – Leistungserbringung
    Wie geht das neue Verfahren?
    Was ist die Rolle von Diensten und Einrichtungen?
    Input: Antje Welke, Justiziarin, Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.

  3. Schnittstelle Eingliederungshilfe – Pflege?
    Wie geht die Abgrenzung bei der Pflege, welche Möglichkeiten der Kombination gibt es, was sieht das Verfahren nach § 13 IV SGB IX vor
    Welches Leistungserbringungsrecht gilt?
    Was ist bei der HKP zu beachten?
    Input: Claudia Seligmann, Referentin für Sozialrecht, Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.
    Moderation: Doris Langenkamp, Vorstandsmitglied, Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.

  4. Haltung der Lebenshilfe
    Wie kann eine personenzentrierte Leistungserbringung am besten gelingen?
    Welche Vorzüge oder Nachteile haben fachleistungsbezogene gegenüber gruppenbezogenen Vergütungen? Gibt es Mittelwege und wenn ja, wie sehen die aus? 
    Input: Jenny Axmann, Referentin für Sozialrecht, Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.
    Moderation: 

    Ramón Lutter, Geschäftsführer der gGmbH „Lebenshilfe“ Wohnstätten Barnim

17.30 Uhr: Pause

18.00 Uhr: Wie können Veränderungsprozesse in Diensten und Einrichtungen gelingen?
Michael Conty, Geschäftsführer der v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel
Moderation: Antje Welke, Justiziarin, Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.


19.00 Uhr: Ende des 1. Veranstaltungstages. Im Anschluss: Gemeinsames Abendessen im Tagungshotel


2. Veranstaltungstag

9.00 Uhr: Parallele Foren – Phase II: "BTHG – wie geht das?"

  1. Wirksamkeit und andere Fragen der Qualitätssicherung
    Die Zielerreichung ist Voraussetzung von Eingliederungshilfe und die Wirksamkeit von Eingliederungshilfe soll überprüfbar werden. Wie ist damit umzugehen, welche Konzepte und Ansätze gibt es?
    Input: Matthias Mandos, Geschäftsführer Lebenshilfe Landesverband Rheinland-Pfalz
    Moderation: Ulrich Niehoff, Referent für Wohnen und Leben in der Gemeinde, Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.

  2. Trennung der Leistungen: Ideen und Modelle
    Kosten der Unterkunft: Was fällt in die 25%, was nicht?
    Was ist Fachleistung und wie muss sie künftig beschrieben werden?
    Input: Uta Frieske, Referentin Kostensätze, Lebenshilfe Landesverband Sachsen
    Moderation: Barbara Dengler, Referentin Wohnen, Lebenshilfe Landesverband Bayern e.V.


  3. Welche vertragsrechtlichen Änderungen sind aus der Sicht der Leistungserbringer im Wohnbereich relevant?
    Was ist bei der Vertragsgestaltung mit Leistungsberechtigten künftig zu beachten?
    Welche weiteren Rechtsbereiche müssen mitgedacht werden?
    Input: Ursula Schulz, Rechtsreferentin, Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung – Landesverband Bayern e.V.
    Moderation: Frank Grießhammer, Referent Finanzen/Entgelt, Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung – Landesverband Bayern e.V.

  4. Wie funktioniert Bedarfsermittlung nach dem ITP? 
    Input: Prof. Dr. Petra Gromann, Hochschule Fulda
    Moderation: Antje Welke, Justiziarin, Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.

10.30 Uhr: Pause


11.00 Uhr: Parallele Panel

  1. Panel: "Wie kommt man vom Bedarf zum Angebot?"
    Bedarfsermittlung und Verpreislichung unter der Prämisse der Personenzentrierung
    Input: Prof. Dr. Petra Gromann, Hochschule Fulda

  2. Panel: Veränderung gestalten – Personenzentrierung umsetzen: Ziele, Akteure, Instrumente
    Was ist wichtig bei der Kommunikation mit Menschen mit Behinderungen, Angehörigen und Mitarbeitenden?
    Was ist wichtig bei der Kommunikation mit den Menschen mit Behinderungen, den Angehörigen, den Mitarbeiter/innen?
    Input: Dr. Daniel Franz, Hochschule Fresenius Hamburg

12.30 Uhr: Schlussrunde im Plenum
Doris Langenkamp, Vorstandsmitglied, Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.
Antje Welke, Justiziarin, Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.

13.00 Uhr: Verabschiedung (danach: abschließendes Mittagessen oder Heimreise mit Lunchpaket)

Leitung

Antje Welke (Leiterin der Abteilung Konzepte und Recht, Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.)

Veranstaltungszeiten

Di., 12.12.2017, 12:30 Uhr - 19:00 Uhr
Mi., 13.12.2017, 09:00 Uhr - 13:00 Uhr

Ort

Kassel

Hotel Grand La Strada Raiffeisenstraße 10 35121 Kassel Die Zimmerreservierung nehmen Sie im Hotel Ihrer Wahl bitte selbst vor!

Veranstaltungsnummer

170910

Veranstalter

Bildungsinstitut inForm

Kosten

325,00 €
inkl. Tagesverpflegung
Ausgebucht