© Lebenshilfe/David Maurer
Seminar

Plötzlich 18 Jahre alt und erwachsen! Was ändert sich nun?

Ein Seminar für Menschen mit Behinderung, für ihre Eltern und Angehörigen

Der 18. Geburtstag ist für einen jungen Menschen und seine Familie ein ganz besonders wichtiges Ereignis. Denn mit dem 18. Geburtstag beginnt die Volljährigkeit.
Volljährig zu sein bedeutet, mehr Rechte zu haben, aber auch mehr Verantwortung.
Wer volljährig ist, kann über die großen und kleinen Dinge im eigenen Leben selbst entscheiden.
Und er/sie kann selbst bestimmen, wer einen beraten und unterstützen soll.

Im Seminar werden wir besprechen und erarbeiten, was sich rund um den 18. Geburtstag ändert – für die jungen Erwachsenen, die Eltern und Angehörigen und die Familie insgesamt.

Menschen mit einer Lern-Schwierigkeit werden  vermutlich diese Fragen interessieren:

  • Was wünsche ich mir im Leben? Welche Ziele und Träume habe ich?
  • Wo möchte ich leben? Wie möchte ich wohnen? Alleine oder mit anderen zusammen? 
  • Was will ich noch lernen? Wo will ich arbeiten? 
  • Wie will ich meine Freizeit verbringen? Welche Hobbys sind mir wichtig?
  • Will ich eine Partnerin oder einen Partner haben? Eine eigene Familie, vielleicht sogar Kinder?

Für Eltern und Angehörige sind vermutlich diese Fragen wichtig:

  • Was bedeutet die Volljährigkeit unseres Kindes für uns Eltern? Was ändert sich für unsere Familie?
  • Wie und wobei können und wollen wir unser volljähriges Kind weiterhin unterstützen? 
  • Welche Personen außerhalb der Familie sind für uns und unser Kind (zunehmend) wichtig? 
  • Welche Möglichkeiten der Lebensgestaltung hat unser Kind? Welche Entscheidungen stehen wann an?
  • Auf welche Unterstützungsleistungen hat unser Kind Anspruch und wie kann dieser eingelöst werden? 

Viele volljährige Menschen mit Lern-Schwierigkeiten haben einen rechtlichen Betreuer.
Manchmal sind das die Eltern. Manchmal sind es rechtliche Betreuer von einem Betreuungs-Verein.
Was ist für mich und meine Familie besser? Auch darüber werden wir sprechen.

Wir werden erfahren: 

  • Warum gibt es rechtliche Betreuer?
  • Wie kann ich einen rechtlichen Betreuer bekommen?
  • Welche Aufgaben hat ein rechtlicher Betreuer?
  • Was darf er und was darf er nicht?

Auch werden wir besprechen, welche Leistungen und Gelder Menschen mit Lernschwierigkeit zustehen und was man tun muss, um diese Leistungen wirklich zu bekommen.

Wer ist zum Seminar eingeladen?
Eingeladen sind Menschen mit einer Lern-Schwierigkeit, die schon 18. Jahre alt sind oder es bald werden. Ebenso eingeladen sind Eltern und Familien von Menschen mit einer Lern-Schwierigkeit.

Wie läuft das Seminar ab?
Im Seminar werden wir in einfacher Sprache sprechen, damit wir alle alles gut verstehen können. Manchmal wird es Arbeitsgruppen nur für Menschen mit Lern-Schwierigkeit oder für Eltern/Angehörige geben. Meistens jedoch arbeiten wir zusammen oder in gemischten Gruppen.

Was sonst noch wichtig ist!
Sie brauchen eine Hotelempfehlung?
Sie brauchen Unterstützung, um selbst am Seminar teilnehmen zu können?
Sie brauchen eine Betreuung für einen Angehörigen, um am Seminar teilnehmen zu können?
Dann rufen Sie uns bitte an.

Die Idee zu diesem Seminar ist im Bundeselternrat der Bundesvereinigung Lebenshilfe entstanden. Gemeinsam umgesetzt wird es durch das Bildungsinstitut inForm der Bundesvereinigung Lebenshilfe, den Lebenshilfe Landesverband Hessen und die Lebenshilfe Main-Taunus. Im Jahr 2019 wird das Seminar in einem anderen Bundesland erneut angeboten.

PROGRAMM

Freitag, 19. Oktober 2018

  • 13.00 Uhr Ankommen und kleiner Imbiss

  • 14.00 Uhr Begrüßung
    Uwe Lutz-Scholten, Kai Pakleppa, Karin Schleith (1. Vorsitzende der Lebenshilfe Main-Taunus)

  • 14.15 Uhr Vortrag: Warum gibt es das Betreuungsrecht? Was ist wie geregelt?
    Uwe Lutz-Scholten 

  • 14.45 Uhr Fragen zum Vortrag

  • 15.00 Uhr Austausch in kleinen Gruppen zum Vortrag
    (Eltern/Angehörige und Menschen mit Lernschwierigkeit unter sich)

  • 16.00 Uhr Pause mit Kaffee und Kuchen

  • 16.30 Uhr Austausch in der großen Seminargruppe

  • 17.30 Uhr Vortrag: Das sind die Aufgaben des rechtlichen Betreuers
    Uwe Lutz-Scholten

  • 18.00 Uhr Fragen und Austausch zum Vortrag

  • 18.30 Uhr Gemeinsames Abendessen in der Geschäftsstelle 


Samstag, 20. Oktober 2018

  • 09.00 Uhr Begrüßung: Was war schon, was kommt noch?
    Rebekka Knappe, Uwe Lutz-Scholten, Kai Pakleppa
  • 09.15 Uhr Vortrag: Diese Möglichkeiten haben Menschen mit Lern-Schwierigkeiten heute…
    - beim Wohnen,
    - beim Lernen und Arbeiten,
    - in der Freizeit und beim Reisen,
    - in der Partnerschaft und bei einem Kinderwunsch.
    Rebekka Knappe, Sabrina Henrich, Elisabeth Hodapp, Kai Pakleppa

  • 10.30 Uhr bei Bedarf: kurze Pause

  • 10.45 Uhr Vortrag: So bekommen Menschen mit Lern-Schwierigkeiten die Unterstützung, die sie brauchen
    Rebekka Knappe, Kai Pakleppa

  • 11.15 Uhr Austausch und Diskussion in offenen Kleingruppen 

  • 12.45 Uhr Gemeinsames Mittagessen

  • 13.45 Uhr Austausch: Was ist noch unklar? Was ist noch wichtig? 

  • 14.15 Uhr Vortrag: Krankenversicherung, Kindergeld, Grundsicherung… – Was müssen wir noch im Blick haben?
    Sabrina Henrich, Uwe Lutz-Scholten

  • 15.45 Uhr Abschlussrunde: Das muss noch unbedingt gesagt werden!

  • 16.00 Uhr Verabschiedung: „Auf Wiedersehen“
    Karin Schleith, Kai Pakleppa

Leitung

Rebekka Knappe (Leiterin der Beratungsstelle STARK – EUTB Main-Taunus)
Sabrina Henrich (Mitarbeiterin der Beratungsstelle STARK – EUTB Main-Taunus)
Elisabeth Hodapp (Wohnbereichsleitung der Lebenshilfe Main-Taunus)
Uwe Lutz-Scholten (Dipl.-Sozialpädagoge, selbständiger Betreuer)
Kai Pakleppa (Leiter des Referats Konzepte der Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.)

Veranstaltungszeiten

Fr., 19.10.2018, 13:00 Uhr - 19:00 Uhr
Sa., 20.10.2018, 09:00 Uhr - 16:00 Uhr

Ort

Hofheim am Taunus

Kinder- und Kompetenzzentrum der Lebenshilfe Main-Taunus Frankfurter Straße 80 65719 Hofheim

Veranstaltungsnummer

180206

Veranstalter

Bildungsinstitut inForm

Kosten

25,00 Euro mit Essen.
Der Betrag kann auf Anfrage hin reduziert werden.