© Lebenshilfe/David Maurer
Seminarreihe

Gewalt in Einrichtungen? Bei uns doch nicht! Gewaltprävention: Kompetent den Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft begegnen

Eine 7-teilige Weiterbildung für Mitarbeitende der Behindertenhilfe

Diese Weiterbildung zeigt Mitarbeitenden der Eingliederungshilfe neue Wege, Klienten mit aggressivem, selbstverletzendem und herausforderndem Verhalten sinnvoll zu begleiten. Der (neue) Ansatz
ermöglicht allen Beteiligten Gewalt und destruktivem Verhalten vorzubeugen und entgegenzuwirken. Dabei sind persönliche Kreativität
und soziale Kompetenz Voraussetzung für eine respektvolle emotionale Begleitung.

Die Teilnehmenden der Weiterbildung… … 

  • werden dabei begleitet, ihre eigenen bisherigen Handlungsmuster zu reflektieren und Alternativen nach dem Konzept der emotionalen Begleitung zu erproben, 
  • arbeiten eigenmotiviert und selbstbestimmt an ihren emotionalen und sozialen Kompetenzen, 
  • erlernen gewaltfreie, effektive Selbstschutztechniken, die Ängste reduzieren und ermutigen, für den „in Not geratenen“ Menschen da zu sein,
  • werden darauf vorbereitet, ihr Wissen in ihrer Organisation als Multiplikator(in) weiterzugeben – an Kolleg(inn)en ebenso wie an Menschen mit Beeinträchtigung. 

Die Weiterbildung basiert auf diesen vier Grundannahmen

  1. Wer auf Gewalt, Aggressionen und herausforderndes Verhalten von Menschen mit Behinderung ausschließlich/hauptsächlich mit Deeskalationsansätzen und -konzepten reagiert, springt „zu kurz“. Denn: Die tieferliegenden Ursachen und Hintergründe bleiben dann weitgehend unbearbeitet. Probleme werden lediglich verschoben bzw. verlagert.
  2. Alternative Konzepte aus der Humanistischen Psychologie bieten nachhaltigere Lösungswege an, die sich in der Praxis bewährt haben. Diesen Ansätzen geht es nicht um das Vermeiden und Sanktionieren, sondern um ein Verstehen, Begleiten und erneutes Lernen. Die Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit steht im Vordergrund.
  3. In Gewalt, Aggressionen und herausforderndem Verhalten drücken sich seelische und körperliche Not und die Sehnsucht nach elementaren Grundbedürfnissen aus. Hauptursächlich sind fast immer Verletzungen, die im Laufe des Lebens erworben wurden. 
  4. Mitarbeitende der Behindertenhilfe haben die Aufgabe, Halt und Orientierung zu geben, die Menschen, die sie begleiten, da abzuholen, wo sie stehen, emotionale Begleitung anzubieten und einen sicheren Rahmen zu schaffen. Nur so können bestehende Bindungsstörungen beseitigt und erweiterte/neue Handlungskompetenzen erworben werden. Hierfür ist ein hohes Maß an emotionaler Intelligenz seitens der Mitarbeitenden und eine bewusste Auseinandersetzung mit den eigenen Gefühlen und Emotionen erforderlich. 

Die Weiterbildung folgt sowohl einem personzentrierten als auch einem systemischen Ansatz. Der Transfer in die eigene Praxis ist ab dem ersten Teil möglich – und zeigt schnell erste Wirkung.

Für wen: Das Seminar richtet sich an Mitarbeitende und Fachkräfte
aus Diensten und Einrichtungen der Behindertenhilfe sowie an Interessierte.

TERMINE:

  •  Teil 1: 17. –-19.10.2018
  •  Teil 2: 10. –-12.12.2018
  •  Teil 3: 14. –-16.01.2019
  •  Teil 4: 18. –-20.02.2019
  •  Teil 5: 18. –-20.03.2019
  •  Teil 6: 06. –-08.05.2019
  •  Teil 7: 04. –-05.06.2019

Leitung

Veranstaltungszeiten

Mi., 17.10.2018, 11:00 Uhr - 18:00 Uhr
Do., 18.10.2018, 09:00 Uhr - 17:30 Uhr
Fr., 19.10.2018, 09:00 Uhr - 16:00 Uhr

Ort

Grünberg

Veranstaltungsnummer

180615

Veranstalter

Bildungsinstitut inForm

Kosten

3.200,00 €
zzgl. Unterkunft/Verpflegung – 54,00 €/Nacht EZ