© Lebenshilfe/David Maurer
Seminar

Gesundheitssorge im Spannungsfeld zwischen Selbstbestimmung und Fürsorglichkeit

Die Grenzen der Eigenverantwortung bei Menschen mit geistiger Behinderung und die Verantwortung der anderen.

Von jedem (jeder) Bürger(in) wird erwartet, in Fragen der Gesundheit eigenverantwortlich zu handeln. Allerdings gibt es Bürger(innen), die diese Erwartungen nicht oder nicht ausreichend erfüllen können. Um gesund zu bleiben, brauchen sie (zeitweilig oder langfristig) familiäre oder professionelle Unterstützung – etwa durch Informationen, Motivation, Anleitung oder praktische Hilfestellungen.

Menschen mit einer geistigen oder seelischen Behinderung gehören häufiger zu dem Personenkreis, der Unterstützung benötigt. Innerhalb der Eingliederungshilfe ist jedoch zunehmend unklar, welche gesundheitsbezogenen Aufgaben durch wen, in welchem Umfang und auf welche Art geleistet werden müssen. Diese Unklarheiten bestehen innerhalb von Diensten und Einrichtungen, seitens der Leistungsträger sowie auf sozialpolitischer Seite – und erst recht zwischen diesen Akteuren.

Die Unklarheiten zeigen sich auf konzeptioneller, organisatorischer und praktischer Ebene. Nicht selten werden unrealistische Erwartungen an die Übernahme gesundheitsbezogener Leistungen durch andere Systeme (Gesundheitswesen, Pflege) bzw. Leistungsgesetze (SGB V, BTHG) formuliert.

Das Seminar ist durchgehend interaktiv angelegt. Angeleitet durch den Referenten bearbeitet die Gruppe gemeinsam die beschriebenen Fragestellungen. Raum für Diskussion und die Formulierung kontroverser Positionen ist vorgesehen.

Leitung

Prof. Dr. Michael Seidel (Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie)

Veranstaltungszeiten

Do., 20.09.2018, 10:00 Uhr - 18:00 Uhr

Ort

Berlin

Bundesgeschäftsstelle der Lebenshilfe Leipziger Platz 15 10117 Berlin

Veranstaltungsnummer

180625

Veranstalter

Bildungsinstitut inForm

Kosten

200,00 €
inkl. Tagesverpflegung