Die Bundesvereinigung Lebenshilfe e. V. lädt zum Forum Offene Hilfen 2026 ein, unserer Fachveranstaltung für Führungs- und Fachkräfte aus den Offenen Hilfen. Besonders freuen wir uns auf Mitarbeitende und Leitungskräfte von Assistenzdiensten, die mit uns und anderen Kolleg*innen ins Gespräch über aktuelle politische Entwicklungen, offene Fragen und Ansätze, die sich in der Praxis bewähren, kommen wollen.
Der Titel „Offene Hilfen im Umbruch: Neue Wege, große Herausforderungen" trifft es ziemlich genau. Fachkräftemangel, Künstliche Intelligenz, wachsender Kostendruck, dazu die aktuellen Reformvorhaben: Träger und Dienste stehen gerade unter Druck. Aber genau in diesen Umbrüchen liegt auch eine Chance, Angebote neu zu denken und für die Zukunft krisenfest aufzustellen. Genau darum soll es beim Forum Offene Hilfen 2026 gehen.
Was Sie erwartet:
Es wird Raum geben für fachliche Diskussionen, für Begegnungen, für Erfahrungsaustausch und dafür, gemeinsam Perspektiven für die Zukunft der Offenen Hilfen zu entwickeln.
Mittwoch, 9.12.2026
11:00 Uhr Begrüßung
11:10 Uhr Fach-Impulse
Christiane Hasenberger, CURACON GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Die Keynote widmet sich den die aktuellen Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der (ambulanten) Leistungen für Menschen mit Behinderungen im Kontext sich ändernder Rahmenbedingungen, insbesondere der Reformbestrebungen in der Eingliederungshilfe, der Pflege sowie der Kinder- und Jugendhilfe. Flankiert wird dies mit Erkenntnissen aus der Curacon Eingliederungshilfe-Studie 2026
Dominique Neumann, Rosenbaum-Nagy Unternehmensberatung
Die Keynote zeigt, wie Künstliche Intelligenz die Eingliederungshilfe nachhaltig verändern kann. Hierzu wird die Technologie als solche mit ihren Chancen und Limitationen eingeordnet und anhand konkreter Praxisbeispiele erläutert, wie KI Fachkräfte entlastet, Teilhabe stärkt und neue Unterstützungsangebote ermöglicht. Gleichzeitig werden ethische Fragestellungen, Anforderungen des AI Acts sowie Themen der Verantwortung eingeordnet. Die Teilnehmenden erhalten so Impulse und Denkanstöße, wie soziale Organisationen KI verantwortungsvoll, praxisnah und zukunftsorientiert nutzen können und sollten.
13:30 Uhr Mittagspause
14:15 Uhr Workshoprunde 1
Lukas Steffen, SozialAI
Dieser Workshop befähigt Führungs- und Fachkräfte der Eingliederungshilfe, die Chancen und Risiken von Künstlicher Intelligenz für ihre Arbeit einzuschätzen. Ziel ist es, ein kritisches
Bewusstsein zu schaffen und konkrete Handlungsschritte für eine verantwortungsvolle KI-Implementierung zu entwickeln.
Zentrale Fragestellung:
Kann KI die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigung fördern – und wie gelingt das
ethisch verantwortungsvoll?
Tobias Döppe, Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt
Viele Organisationen im sozialen, politischen oder zivilgesellschaftlichen Bereich sind auf ehrenamtliches Engagement angewiesen. So auch die Offenen Hilfen. Dieses ist oft kostenlos, jedoch nicht umsonst. Professionelles Freiwilligenmanagement schafft Win-Win-Situationen für Engagierte und die Organisation, indem es für klare Aufgabenprofile, passende Qualifizierung und Anerkennung sorgt. In diesem Workshop gibt Tobias Döppe einen Einblick und Überblich über Methoden des Freiwilligenmanagements.
Peter Recht, Recht-Partner
Wie wird aus einem individuellen Teilhabeziel eine beschreibbare Leistung – und aus dem dafür notwendigen Aufwand ein nachvollziehbares Entgelt?
Der Workshop vermittelt praxisnah die grundlegende Logik von Entgeltkalkulation und Entgeltverhandlung. Anhand von Beispielen wird die Verbindung von Teilhabeziel, Leistung, Ressourcen, Kosten, abrechenbarer Einheit und Entgeltforderung nachvollziehbar gemacht.
Im Mittelpunkt steht nicht das Durchrechnen der Kalkulation, sondern das gemeinsame Verständnis: Welche Unterstützung ist fachlich erforderlich? Welche personellen und organisatorischen Ressourcen werden benötigt? Wie lassen sich diese im Preis abbilden und gegenüber Leistungsträgern begründen? Worauf kommt es an, wenn Leistungsträger eine Entgeltforderung hinterfragen?
Außerdem werfen wir einen Blick auf aktuelle Entwicklungen rund um SGB V, SGB IX und SGB XI und deren mögliche Bedeutung für Leistungsabgrenzung, Finanzierung und Entgeltverhandlungen.
Die Teilnehmenden erhalten einen kompakten Orientierungsrahmen für die eigene Kalkulations- und Verhandlungspraxis. Angesprochen sind Fach- und Führungskräfte mit fachlicher, organisatorischer oder wirtschaftlicher Verantwortung in den Offenen Hilfen. Betriebswirtschaftliche Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Daniela Schulz, Bildungsreferentin Lebenshilfe Bildung gGmbH (angefragt)
Stress gehört zum Leben dazu – doch wie schnell wir uns davon wieder erholen, können wir aktiv trainieren. In diesem praxisnahen Workshop lernen Sie, wie das Nervensystem auf Belastung reagiert und mit welchen einfachen, wissenschaftlich fundierten Übungen Sie gezielt zur Ruhe finden können.
Im Mittelpunkt stehen konkrete Techniken zur Aktivierung des Vagusnervs – unseres wichtigsten „Beruhigungsnervs" – sowie Strategien für mehr Gelassenheit in stressigen Momenten. Kein trockener Theorievortrag, sondern ein Workshop zum Mitmachen und Ausprobieren und mit der Zielsetzung Ihre persönliche „Resilienz-Toolbox" mitzunehmen.
16:10 Uhr Workshoprunde 2
Lukas Steffen, SozialAI
Dieser Workshop befähigt Führungs- und Fachkräfte der Eingliederungshilfe, die Chancen und Risiken von Künstlicher Intelligenz für ihre Arbeit einzuschätzen. Ziel ist es, ein kritisches
Bewusstsein zu schaffen und konkrete Handlungsschritte für eine verantwortungsvolle KI-Implementierung zu entwickeln.
Zentrale Fragestellung:
Kann KI die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigung fördern – und wie gelingt das
ethisch verantwortungsvoll?
Tobias Döppe, Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt
Viele Organisationen im sozialen, politischen oder zivilgesellschaftlichen Bereich sind auf ehrenamtliches Engagement angewiesen. So auch die Offenen Hilfen. Dieses ist oft kostenlos, jedoch nicht umsonst. Professionelles Freiwilligenmanagement schafft Win-Win-Situationen für Engagierte und die Organisation, indem es für klare Aufgabenprofile, passende Qualifizierung und Anerkennung sorgt. In diesem Workshop gibt Tobias Döppe einen Einblick und Überblich über Methoden des Freiwilligenmanagements.
Peter Recht, Recht-Partner
Wie wird aus einem individuellen Teilhabeziel eine beschreibbare Leistung – und aus dem dafür notwendigen Aufwand ein nachvollziehbares Entgelt?
Der Workshop vermittelt praxisnah die grundlegende Logik von Entgeltkalkulation und Entgeltverhandlung. Anhand von Beispielen wird die Verbindung von Teilhabeziel, Leistung, Ressourcen, Kosten, abrechenbarer Einheit und Entgeltforderung nachvollziehbar gemacht.
Im Mittelpunkt steht nicht das Durchrechnen der Kalkulation, sondern das gemeinsame Verständnis: Welche Unterstützung ist fachlich erforderlich? Welche personellen und organisatorischen Ressourcen werden benötigt? Wie lassen sich diese im Preis abbilden und gegenüber Leistungsträgern begründen? Worauf kommt es an, wenn Leistungsträger eine Entgeltforderung hinterfragen?
Außerdem werfen wir einen Blick auf aktuelle Entwicklungen rund um SGB V, SGB IX und SGB XI und deren mögliche Bedeutung für Leistungsabgrenzung, Finanzierung und Entgeltverhandlungen.
Die Teilnehmenden erhalten einen kompakten Orientierungsrahmen für die eigene Kalkulations- und Verhandlungspraxis. Angesprochen sind Fach- und Führungskräfte mit fachlicher, organisatorischer oder wirtschaftlicher Verantwortung in den Offenen Hilfen. Betriebswirtschaftliche Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Daniela Schulz, Bildungsreferentin Lebenshilfe Bildung gGmbH (angefragt)
Stress gehört zum Leben dazu – doch wie schnell wir uns davon wieder erholen, können wir aktiv trainieren. In diesem praxisnahen Workshop lernen Sie, wie das Nervensystem auf Belastung reagiert und mit welchen einfachen, wissenschaftlich fundierten Übungen Sie gezielt zur Ruhe finden können.
Im Mittelpunkt stehen konkrete Techniken zur Aktivierung des Vagusnervs – unseres wichtigsten „Beruhigungsnervs" – sowie Strategien für mehr Gelassenheit in stressigen Momenten. Kein trockener Theorievortrag, sondern ein Workshop zum Mitmachen und Ausprobieren und mit der Zielsetzung Ihre persönliche „Resilienz-Toolbox" mitzunehmen.
18:00 Uhr Abschluss Tag 1
18:15 Uhr gemeinsames Abendessen und get Together
Donnerstag, 10.12.2026
9:00 Uhr Begrüßung
9:10 Uhr Diskussion
Derzeit wird in allen drei Rechtskreisen, die für die Offenen Hilfen von Bedeutung sind, über weitreichende Änderungen diskutiert: Die Bundesregierung plant, sowohl die Pflegeversicherung als auch die Kinder- und Jugendhilfe und die Eingliederungshilfe zu reformieren. Gemeinsam mit Vertreter*innen der drei zuständigen Ministerien wollen wir besprechen, welche Auswirkungen und welche Bedeutung diese Änderungen für die ambulanten Dienste der Lebenshilfe haben werden.
mit:
Dr. Carolin Söfker, Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Ana Teresa Domicke, Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Dr. Annika Lange, Bundesministerium für Gesundheit (angefragt)
Moderation: Antje Welke, Justiziarin und Abteilungsleitung Recht und Konzepte bei der Bundesvereinigung Lebenshilfe
11:00 Uhr Forum-Runde 1
In diesem Forum gibt Claudia Seligmann, Referentin im Referat Recht der Bundesvereinigung Lebenshilfe, einen Überblick über die aktuelle Reform der Pflegeversicherung. Im Mittelpunkt steht der Referentenentwurf zum Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG), mit dem die Bundesregierung die Finanzierung der sozialen Pflegeversicherung stabilisieren und die Versorgungsstrukturen weiterentwickeln will. Claudia Seligmann erläutert die zentralen geplanten Änderungen und ordnet ein, welche Auswirkungen sich daraus für Menschen mit Behinderung und ihre Familien ergeben können.
Im Anschluss stellt sie die Position der Lebenshilfe zu den geplanten Neuregelungen vor und benennt, an welchen Stellen aus Sicht des Verbandes im weiteren Gesetzgebungsverfahren noch Nachbesserungsbedarf besteht, damit die Interessen von Menschen mit Unterstützungsbedarf und ihren Angehörigen angemessen berücksichtigt werden.
In diesem Forum gibt Jenny Axmann, Referentin im Referat Recht der Bundesvereinigung Lebenshilfe, einen Überblick über die laufende Reform des Bundesteilhabegesetzes (BTHG). Sie erläutert den aktuellen Stand des Gesetzgebungsverfahrens sowie die zentralen geplanten Änderungen bei der Eingliederungshilfe – unter anderem zum Wunsch- und Wahlrecht sowie dem Pooling als Regelfall – und ordnet ein, welche Auswirkungen sich daraus für Menschen mit Behinderung und ihre Familien ergeben können.
Im Anschluss stellt sie die Position der Lebenshilfe zu den geplanten Neuregelungen vor und benennt, an welchen Stellen aus Sicht des Verbandes im weiteren Gesetzgebungsverfahren noch Nachbesserungsbedarf besteht, damit die Interessen von Menschen mit Unterstützungsbedarf und ihren Angehörigen angemessen berücksichtigt werden.
In diesem Forum gibt Dr. Lydia Hajasch, Referentin im Referat Recht der Bundesvereinigung Lebenshilfe, einen Überblick über die geplante Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe. Im Mittelpunkt steht das Erste Kinder- und Jugendhilfestrukturreformgesetz. Dr. Lydia Hajasch erläutert den aktuellen Stand des Gesetzgebungsverfahrens und ordnet ein, welche Auswirkungen die geplante Zusammenführung für Kinder und Jugendliche mit Behinderung und ihre Familien haben kann.
Im Anschluss stellt sie die Position der Lebenshilfe zu dem Reformvorhaben vor.
12:15 Uhr Mittagspause
13:15 Uhr Forum-Runde 2
In diesem Forum gibt Claudia Seligmann, Referentin im Referat Recht der Bundesvereinigung Lebenshilfe, einen Überblick über die aktuelle Reform der Pflegeversicherung. Im Mittelpunkt steht der Referentenentwurf zum Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG), mit dem die Bundesregierung die Finanzierung der sozialen Pflegeversicherung stabilisieren und die Versorgungsstrukturen weiterentwickeln will. Claudia Seligmann erläutert die zentralen geplanten Änderungen und ordnet ein, welche Auswirkungen sich daraus für Menschen mit Behinderung und ihre Familien ergeben können.
Im Anschluss stellt sie die Position der Lebenshilfe zu den geplanten Neuregelungen vor und benennt, an welchen Stellen aus Sicht des Verbandes im weiteren Gesetzgebungsverfahren noch Nachbesserungsbedarf besteht, damit die Interessen von Menschen mit Unterstützungsbedarf und ihren Angehörigen angemessen berücksichtigt werden.
In diesem Forum gibt Jenny Axmann, Referentin im Referat Recht der Bundesvereinigung Lebenshilfe, einen Überblick über die laufende Reform des Bundesteilhabegesetzes (BTHG). Sie erläutert den aktuellen Stand des Gesetzgebungsverfahrens sowie die zentralen geplanten Änderungen bei der Eingliederungshilfe – unter anderem zum Wunsch- und Wahlrecht sowie dem Pooling als Regelfall – und ordnet ein, welche Auswirkungen sich daraus für Menschen mit Behinderung und ihre Familien ergeben können.
Im Anschluss stellt sie die Position der Lebenshilfe zu den geplanten Neuregelungen vor und benennt, an welchen Stellen aus Sicht des Verbandes im weiteren Gesetzgebungsverfahren noch Nachbesserungsbedarf besteht, damit die Interessen von Menschen mit Unterstützungsbedarf und ihren Angehörigen angemessen berücksichtigt werden.
In diesem Forum gibt Dr. Lydia Hajasch, Referentin im Referat Recht der Bundesvereinigung Lebenshilfe, einen Überblick über die geplante Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe. Im Mittelpunkt steht das Erste Kinder- und Jugendhilfestrukturreformgesetz. Dr. Lydia Hajasch erläutert den aktuellen Stand des Gesetzgebungsverfahrens und ordnet ein, welche Auswirkungen die geplante Zusammenführung für Kinder und Jugendliche mit Behinderung und ihre Familien haben kann.
Im Anschluss stellt sie die Position der Lebenshilfe zu dem Reformvorhaben vor.
14:30 Uhr Ausblick
15:00 Uhr Verabschiedung

Berlin
Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V. Hermann-Blankenstein-Straße 30 10249 Berlin
260454
Bundesvereinigung Lebenshilfe e. V.