Jeder Mensch hat ein Grundrecht auf körperliche und seelische Unversehrtheit. Für manche Menschen mit Behinderung ist es jedoch schwierig, ihre Emotionen und Bedürfnisse respektvoll und sozial verträglich auszudrücken.
Ursachen hierfür können fehlende positive Vorbilder, ein belastetes soziales Umfeld oder bereits erlebte Übergriffe sein. In der Folge fällt es betroffenen Personen oft schwer, Vertrauen zu anderen aufzubauen. Eingeschränktes Kommunikationsvermögen und nicht erfüllte elementare Bedürfnisse können dazu führen, dass sie aus innerer Verzweiflung zu körperlicher oder psychischer Gewalt greifen. So entsteht ein Kreislauf aus Überforderung, Angst und sozialem Rückzug, der häufig zu Ausgrenzung aus der Gemeinschaft führt.
Die Fähigkeit, sich selbst und andere vor gewalttätigen Übergriffen zu schützen, ist daher eine wichtige Voraussetzung für eine sinnvolle Förderung und Resozialisierung.
Inhalt und Nutzen des Kurses:
In diesem Kurs erlernen Sie die Grundlagen des Selbst- und Fremdschutzes. Sie üben einfach anwendbare Techniken und Methoden, um sich selbst zu schützen und Menschen mit herausforderndem Verhalten sicher aus Gefahrenzonen zu begleiten. Dabei erfahren Sie, wie Sie präventiv und deeskalierend handeln können, um potentiell gefährdende Situationen zu verhindern.
Darüber hinaus vermitteln wir das Handwerk der emotionalen Begleitung: Sie lernen, Menschen zu stabilisieren und Vertrauen aufzubauen, sodass sichere und tragfähige Beziehungen entstehen. Rechtliche Grundlagen geben Ihnen einen klaren Rahmen für Ihr professionelles und sicheres Handeln.

Marburg
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