Traumasensible Arbeit lebt von einer wertschätzenden Grundhaltung, die Sicherheit, Beziehung und das Verständnis für die Sinnhaftigkeit traumatischer Verhaltensweisen in den Mittelpunkt stellt. Sie basiert auf der Annahme, dass traumatisches Verhalten aus der Perspektive der Betroffenen eine Überlebensreaktion und als solche wertzuschätzen ist.
Für Fachkräfte in der Behindertenhilfe heißt das, im beruflichen Alltag nicht nur häufig mit belastenden und traumatischen Lebensgeschichten konfrontiert zu sein, sondern gleichzeitig professionell mitfühlend und handlungsfähig bleiben zu müssen.
Beziehungsarbeit ist ein unerlässliches Instrument traumapädagogischen Tuns und bedarf der Einfühlung und des Mitgefühls, um die Position und die Geschichte des Opfers zu verstehen. Das erfordert hohe persönliche Kompetenzen, die aber auch zur Belastung werden können.
Bindungssicherheit zu geben, Räume für Partizipation und Wertschätzung zu ermöglichen – oftmals unter der Voraussetzung massiv eingeschränkter Kommunikation und Beziehung durch dissoziatives Verhalten, Stressintoleranz und selbstverletzende Handlungsweisen – verursachen auch in Helfenden intensive, überwältigende Emotionen.
Gelingende traumapädagogische Prozesse beinhalten immer auch die Gefahr, durch sekundäre Traumaexposition überfordert zu werden.
Ziel dieses Seminars ist es, Risikofaktoren und Warnsignale zu erkennen, Strategien zur Selbstfürsorge zu nutzen und Maßnahmen zur Prävention zu entwickeln.
THEMEN:

Marburg
Bundesgeschäftsstelle der Lebenshilfe Raiffeisenstraße 18 35043 Marburg
270853
Bildungsinstitut inForm