© Lebenshilfe/David Maurer
Seminar

Das Wichtigste, aber auch das Schwierigste: Macht zu haben, ohne Gewaltanwendung (A. Lindgren)

Über das Wahren von und Eintreten für Grenzen in helfenden Berufen

Da Menschen mit Behinderung in ihrem Alltag häufig auf
Unterstützung und Assistenz angewiesen sind, bewegen sie
sich vielfach in einem größeren Abhängigkeitsverhältnis, als
dies bei sogenannten nichtbehinderten Menschen gegeben ist.
Menschen mit Behinderung haben deshalb ein deutlich erhöhtes
Risiko, Opfer von Gewalt und Machtmissbrauch zu werden.
Verschiedene Studien zur Gewaltforschung bestätigten das -
insbesondere bei einer "institutionellen Versorgung". Trotz dieser
fundierten Erkenntnisse ist Gewalt gegen behinderte Menschen
nach wir vor häufig ein "Tabuthema". Oft liegt der Fokus hierbei
auf der beobachtbaren, körperlichen Gewalt. In den Hintergrund
geraten dadurch subtile, psychische Formen von Gewalt - etwa
Mobbing, Schikane, Sanktionsmaßnahmen oder fremdbestimmende
Strukturen (strukturelle Gewalt). Folgende Fragen sind
daher wichtig:
+Was ist Gewalt in helfenden Berufen?
+Wie und weshalb kommt es zu Machtmissbrauch und Grenzüberschreitung
in helfenden Berufen?
+Welche Rahmen- bzw. Bedingungsfaktoren beeinflussen das berufliche Handeln?
+Wie können sich Fachkräfte in diesem Spannungsfeld adäquat
bewegen und Präventivmaßnahmen schaffen?
THEMEN:
+Eingrenzung des Gewaltbegriffs mit dem Schwerpunkt der psychischen Gewalt
+Sensibilisierung für die eigene (mächtige) Rolle
+Spannungsfeld Macht und Ohnmacht in helfenden Berufen

Leitung

Miriam Noah (Heilerziehungspflegerin, M.A. Erziehungswissenschaft, Ausbildungsleitung der Fachschule für Sozialwesen der Lebenshilfe Hessen e. V.)

Veranstaltungszeiten

Mo., 02.09.2019, 10:00 Uhr - 17:00 Uhr
Di., 03.09.2019, 09:00 Uhr - 16:00 Uhr

Terminhinweis

Ort

Marburg

Veranstaltungsnummer

190603

Veranstalter

Lebenshilfe Landesverband Hessen

Kosten

350,00 €
inkl. Tagesverpflegung