Wie viel Ordnung und Sauberkeit sind notwendig – und wer entscheidet darüber? In besonderen Wohnformen und im ambulant unterstützten Wohnen treffen die Vorstellungen der begleiteten Menschen und der Mitarbeitenden immer wieder aufeinander. Was für die einen Ausdruck selbstbestimmter Lebensführung ist, wirkt auf andere wie Überforderung oder ein nicht mehr hinnehmbarer Zustand.
Die Fortbildung vermittelt ein vertieftes Verständnis des Messie-Syndroms bei Menschen mit Unterstützungsbedarf. Gemeinsam betrachten die Teilnehmenden mögliche Ursachen und Erklärungsmodelle, entwicklungspsychologische Aspekte sowie die Bedeutung von Selbstbestimmung und professioneller Verantwortung. Anhand von Fallbeispielen entwickeln sie angemessene und alltagstaugliche Unterstützungsmöglichkeiten, ohne vorschnell zu bevormunden.
Inhalte
Zielgruppe
Fachkräfte und Mitarbeitende in besonderen Wohnformen und ambulant unterstützten Wohnangeboten der Eingliederungshilfe
Methoden
Fachinput, Reflexion, Austausch und praxisorientierte Fallarbeit. Die Teilnehmenden sind eingeladen, anonymisierte Informationen zu eigenen Fallbeispielen vorzubereiten, zum Beispiel zur aktuellen Lebenssituation, Biografie, Familiengeschichte und bisherigen Entwicklung des Verhaltens.
Ihr Nutzen der Fortbildung
Sie können Messieverhalten fachlich besser einordnen und mögliche Ursachen sowie individuelle Funktionen verstehen. Sie reflektieren das Spannungsfeld zwischen Selbstbestimmung, Fürsorge und professioneller Verantwortung und entwickeln konkrete, respektvolle Handlungsmöglichkeiten für Ihre Praxis.
Das Referent*innenprofil von Peter Bandali finden Sie hier auf der externen Seite des Lebenshilfe Landesverbandes Hessen e.V.
Peter Bandali M.A. (MA Bildung und Medien – eEducation, Diplom-Pädagoge / Erziehungswissenschaftler, systemischer Berater, Familientherapeut und Supervisor)
Wetzlar
Lebenshilfe Wetzlar-Weilburg e.V. Friedenstraße 26 35578 Wetzlar
270402-P1
Lebenshilfe Landesverband Hessen