Zwangsstörungen und zwanghaftes Verhalten können die Alltagsgestaltung von Menschen Unterstützungsbedarf erheblich beeinträchtigen. Ritualisierte Verhaltensweisen entwickeln sich mitunter zu Zwängen. Versuche, diese Abläufe zu unterbrechen, können zu Eskalationen oder aggressiven Reaktionen führen. Besonders bei autistischen Menschen oder Menschen mit autistischen Verhaltensweisen begegnen Mitarbeitende solchen Situationen in der Praxis.
Die Ursachen und Erscheinungsformen von Zwängen sind vielfältig und müssen vor dem Hintergrund der individuellen Entwicklung und Lebenssituation betrachtet werden. In der Fortbildung lernen die Teilnehmenden unterschiedliche Erklärungsmodelle kennen. Anhand praktischer Fälle entwickeln sie konkrete und angemessene Handlungsmöglichkeiten für den professionellen Umgang mit zwanghaftem Verhalten.
Inhalte
Zielgruppe
Fachkräfte und Mitarbeitende in besonderen Wohnformen und ambulant unterstützten Wohnangeboten der Eingliederungshilfe
Methoden
Fachinput, Reflexion, Austausch und praxisorientierte Fallarbeit. Die Teilnehmenden sind eingeladen, anonymisierte Informationen zu eigenen Fallbeispielen vorzubereiten, zum Beispiel zur aktuellen Lebenssituation, Biografie, Familiengeschichte und bisherigen Entwicklung des Verhaltens.
Ihr Nutzen der Fortbildung
Sie können Zwangsstörungen und zwanghaftes Verhalten fachlich besser einordnen und von ritualisierten Verhaltensweisen unterscheiden. Sie verstehen mögliche Ursachen und entwicklungspsychologische Zusammenhänge und entwickeln konkrete Handlungsmöglichkeiten für einen professionellen und alltagstauglichen Umgang.
Das Referent*innenprofil von Peter Bandali M.A. finden Sie hier auf der externen Seite des Lebenshilfe Landesverbandes Hessen e.V.
Peter Bandali M.A. (MA Bildung und Medien – eEducation, Diplom-Pädagoge / Erziehungswissenschaftler, systemischer Berater, Familientherapeut und Supervisor)
Gießen
Lebenshilfe Gießen e.V. Grüninger Weg 29 35415 Pohlheim
270403-P1
Lebenshilfe Landesverband Hessen