Seminar

Zwangsstörungen bei Menschen mit Unterstützungsbedarf

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Zwanghaftes Verhalten verstehen und im Alltag professionell begleiten

Zwangsstörungen und zwanghaftes Verhalten können die Alltagsgestaltung von Menschen Unterstützungsbedarf erheblich beeinträchtigen. Ritualisierte Verhaltensweisen entwickeln sich mitunter zu Zwängen. Versuche, diese Abläufe zu unterbrechen, können zu Eskalationen oder aggressiven Reaktionen führen. Besonders bei autistischen Menschen oder Menschen mit autistischen Verhaltensweisen begegnen Mitarbeitende solchen Situationen in der Praxis.

Die Ursachen und Erscheinungsformen von Zwängen sind vielfältig und müssen vor dem Hintergrund der individuellen Entwicklung und Lebenssituation betrachtet werden. In der Fortbildung lernen die Teilnehmenden unterschiedliche Erklärungsmodelle kennen. Anhand praktischer Fälle entwickeln sie konkrete und angemessene Handlungsmöglichkeiten für den professionellen Umgang mit zwanghaftem Verhalten.


Inhalte

  • Zwangsstörungen und zwanghaftes Verhalten: Erscheinungsformen und Einordnung
  • Ursachen und Erklärungsmodelle
  • Zwänge aufgrund von Entscheidungskonflikten: Persönlichkeitsentwicklung, Persönlichkeitsanalyse und Rollenkonflikte
  • Die Bedeutung der geistigen Behinderung und entwicklungspsychologischer Aspekte
  • Zusammenhänge zwischen Ritualen und zwanghaftem Verhalten
  • Handlungsmöglichkeiten für einen gelungenen professionellen Umgang
  • Fallarbeit anhand von Praxisbeispielen der Teilnehmenden


Zielgruppe

Fachkräfte und Mitarbeitende in besonderen Wohnformen und ambulant unterstützten Wohnangeboten der Eingliederungshilfe


Methoden

Fachinput, Reflexion, Austausch und praxisorientierte Fallarbeit. Die Teilnehmenden sind eingeladen, anonymisierte Informationen zu eigenen Fallbeispielen vorzubereiten, zum Beispiel zur aktuellen Lebenssituation, Biografie, Familiengeschichte und bisherigen Entwicklung des Verhaltens.


Ihr Nutzen der Fortbildung

Sie können Zwangsstörungen und zwanghaftes Verhalten fachlich besser einordnen und von ritualisierten Verhaltensweisen unterscheiden. Sie verstehen mögliche Ursachen und entwicklungspsychologische Zusammenhänge und entwickeln konkrete Handlungsmöglichkeiten für einen professionellen und alltagstauglichen Umgang.


Das Referent*innenprofil von Peter Bandali M.A. finden Sie hier auf der externen Seite des Lebenshilfe Landesverbandes Hessen e.V.

Leitung

Peter Bandali M.A. (MA Bildung und Medien – eEducation, Diplom-Pädagoge / Erziehungswissenschaftler, systemischer Berater, Familientherapeut und Supervisor)

Veranstaltungszeiten

Mo., 10.05.2027, 10:00 Uhr - 17:15 Uhr
Di., 11.05.2027, 09:00 Uhr - 16:15 Uhr

Ort

Gießen

Lebenshilfe Gießen e.V. Grüninger Weg 29 35415 Pohlheim

Veranstaltungsnummer

270403-P1

Veranstalter

Lebenshilfe Landesverband Hessen

Kosten

520,00 €
inkl. Tagesverpflegung

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